KATHARINA THALBACH, ANDREJA SCHNEIDER & DAS CHRISTOPH-ISRAEL-SEXTETT
Zwei auf einer Bank
 
Eine musikalische Begegnung mit Katharina Thalbach und Andreja Schneider und dem Christoph-Israel-Sextett - Musical-Comedy
 
Katharina Thalbach, als Schauspielerin und Regisseurin eine feste Größe der Theater-, Opern- und Filmlandschaft, und Andreja Schneider, Schauspielerin und Sängerin, geben den klassischen Plot der Erzählkunst „Boy meets Girl“ als Beginn einer Liebesgeschichte: Die positive, unbeschwerte, immer junge Loreley (Schneider) hält eines Abends auf dem Nachhauseweg den schmierigen, depressiven, dem Leben und der Liebe nicht zugewandten Joachim (Thalbach) spontan davon ab, sich von einer Bank zu stürzen.
Begleitet werden sie fein und fürsorglich von dem Christoph-Israel-Sextett, angeführt von Harfe und Klavier, singen sie allein, zu zweit, gemeinsam und im Duett, deutsche Volkslieder, Schlager, Stanzen und Operettenmelodien. Loreley kann zwar nicht bügeln, aber küssen, und Joachim entdeckt neue Leidenschaften – das tut was dazu!
 
Seit Katharina Thalbachs Gastauftritt in der „Pension Schneider“ in der Bar jeder Vernunft stand für die beiden fest, ein gemeinsames Lieblingsliederprogramm zu kreieren. Vom „Zupfgeigenhansl“ bis zum Operettenführer wurden sie fündig, von Evelyn Künneke bis Hannes Wader nehmen noch einige Platz auf der Bank im Spiel um die Liebe.
 
Mit: Andreja Scheider (Loreley) und Katharina Thalbach (Joachim),
Wenka von Mikulicz (Regie) und Arne Bäss (Kostüm)
Christoph Israel (Musikalische Leitung, Arrangements und Klavier), Simonetta Ginelli (Harfe), Emanuel Hauptmann (Schlagzeug), Elena Cheah (Cello), Johannes Gunkel (Bass), Karsten Windt (Violine) u. a.
 
 
KATHARINA THALBACH als JOACHIM
 
Katharina Thalbach entstammt einer Theaterfamilie, ihr Vater war der bekannte Regisseur Benno Besson, ihre Mutter war die Schauspielerin Sabine Thalbach. Seit ihrem fünften Lebensjahr stand sie auf der Bühne und spielte in Filmen mit. Nach dem Tod ihrer Mutter 1966 kümmerte sich u. a. Helene Weigel um ihre schauspielerische Ausbildung. Mit 15 Jahren debütierte Katharina Thalbach am Berliner Ensemble als Hure Betty in "Die Dreigroschenoper“ und wurde kurz darauf als Entdeckung des Jahres gefeiert. Bereits in den späten 60er und frühen 70er Jahren feierte sie große Erfolge, besonders am Berliner Ensemble und in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz sowie in zahlreichen DEFA- Filmen. 1973 wurde ihre Tochter Anna geboren, die heute ebenfalls eine bekannte Schauspielerin ist.
 
Im Dezember 1976 siedelte Thalbach zusammen mit ihrem Partner, dem Schriftsteller Thomas Brasch, in der Folge ihres Protests gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns von Ost- nach Westberlin über. Seit Ende der späten 70er Jahre ist sie eine feste Größe auf deutschen Bühnen, an Filmsets, als Film- und Fernsehschauspielerin (u. a. „Die Blechtrommel“, „Paradies“, „Der achte Tag“, „Sonnenallee“) sowie als Theaterschauspielerin („Hase Hase“, „Die Ratten“, „Jenny Treibel“).
 
Mit „Macbeth“ debütierte Thalbach 1987 als Regisseurin, und wurde für ihre gelungenen Schauspielinszenierungen auch auf diesem Gebiet später bejubelt (u. a. „Wie es euch gefällt“, „Der Hauptmann von Köpenick“, „Romeo und Julia“)
 
Seit 1997 arbeitet sie auch für die Oper: „Don Giovanni“ im Berliner E-Werk wurde ein herausragender Erfolg, ebenso „Das schlaue Füchslein“(2000) an der Deutschen Oper Berlin. 2006 führte sie bei „Hänsel und Gretel“ an der Dresdner Semperoper Regie. Im Januar 2008 übernahm Katharina Thalbach die Regie bei der Inszenierung der Oper „Rotter“ an der Kölner Oper. Es handelt sich um eine Welturaufführung nach dem gleichnamigen Theaterstück von Thomas Brasch.
 
 
ANDREJA SCHNEIDER als LORELEY
 
Sie wurde in Zagreb (Kroatien) geboren als Kind zweier lebensbejahender Eltern. Aufgewachsen ist sie in Köln – gut, bei Köln in Bergheim – also gut, bei Bergheim in Quadrath Ichendorf.
 
Sie nahm den recht klassischen Weg einer autodidaktischen Schauspielerin: Abitur, Studium der Germanistik und Slavistik, abgebrochen, in der Berliner Nachtclubszene verschwunden, ab und zu als Kellnerin oder Jeansverkäuferin wieder aufgetaucht.
Vom Tresen weg an die Berliner Off-Theaterbühne engagiert, von der Off-Theaterbühne weg vom Film engagiert. Auf dem Tresen singend von Ursli Pfister zu den Geschwistern Pfister engagiert.
 
Neben der Tätigkeit bei den Geschwistern Pfister, wo sie sich als „Fräulein Schneider“ für einen bestimmten Kreis etabliert, arbeitet sie außerdem unter ihrem eigenen Namen bei zahlreichen Projekten, vornehmlich im Film- und Fernsehbereich. Erste Regiearbeit auf der Bühne: „Bumps and Grinds“ – Tease-Show Burlesque im Nachtprogramm der Bar jeder Vernunft.
 
Andreja Schneider lebt in geordneten Verhältnissen. Sie hat einen Bruder Vanja, eine Anzahl an Verwandten in Kroatien und Wien, und einen ganzen Stall voller wirklich guter Freunde, die sie als ihre Familie bezeichnet. Nach jahrelangem Leben als überzeugte Kreuzbergerin ist Andreja Schneider kürzlich umgezogen - nach Charlottenburg.
 
 
WENKA VON MIKULICZ, Regie
 
Wenka von Mikulicz wurde 1965 in Berlin geboren und wuchs in Schwaben auf. 1987 kehrte sie nach Berlin zurück, begann dort ihr Studium und widmete sich der Theaterarbeit. Bis zum Jahr 1993 war sie am Schillertheater in Berlin als Regieassistentin tätig. Danach arbeitete sie am Gorki-Theater und an anderen Häusern außerhalb von Berlin. Seit 2000 ist sie bei der Boje Buck Produktions GmbH und dort seit 2001 für die Stoffentwicklung zuständig.
 
„Im Jahr 1987 machte Katharina Thalbach ihre erste Regiearbeit: ‚Macbeth’ in der Werkstatt des (inzwischen leider geschlossenen) Schillertheaters. Ich war als Hospitantin bei der Produktion dabei. Seitdem begleite ich Katharina Thalbach als Regisseurin und lernte so auch bei ‚Ernst und seine tiefere Bedeutung’ im Januar 2006 im Theater am Kurfürstendamm Andreja Schneider kennen. Es ist eine besondere Freude, beide bei der neuen aufregenden, hauseigenen Produktion in der Bar jeder Vernunft zu unterstützen.“
 
 
CHRISTOPH ISRAEL, Musikalische Leitung und Arrangements
 
Christoph Israel schloss sein Klavierstudium an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Klaus Hellwig 1993 ab. Während des Studiums absolvierte er Interpretationskurse für Klavier bei Gyorgy Sebok sowie für Liedbegleitung bei Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann. Tourneen mit zeitgenössischer Musik führten ihn durch Deutschland, Schweden und die USA. Seit 1994 ist Christoph Israel Lehrbeauftragter an der Universität der Künste Berlin.
1993 hatte ein Liederabend mit Max Raabe Premiere, der seither auf zahlreichen Bühnen Deutschlands und des deutschsprachigen Auslands, aber auch in den USA zu hören war und der 2005 als CD herauskam. Von 1996 bis 2004 trat er deutschlandweit mit Otto Sander auf; das Programm „Klagendes Leid - Schaurige Lust“ mit Balladen und Melodramen ist 1998 auf CD erschienen. Im Jahr 2000 war er der musikalische Leiter, Arrangeur und Pianist der Bühnenfassung von „Die drei von der Tankstelle“ am Hans-Otto-Theater Potsdam. Seit 2003 ist er Pianist bei „Dominique Horwitz singt Jacques Brel“. 2006/07 war er musikalischer Leiter und Pianist der Produktion „Human Voices“ unter der Regie von Pepe Danquart im „TIPI Zelt am Kanzleramt“ in Berlin. 2006 schrieb er zusammen mit Dorian Cheah die Musik zu dem mehrfach ausgezeichneten Pepe Danquart-Film „Am Limit“. Als Arrangeur ist er u. a. für das Palastorchester tätig und schreibt die Arrangements für das Trio Grand Cru.