GERHARD POLT - SOLO
 
Gerhard Polt verkörpert wie kaum ein anderer die Zerissenheit des bayerischen Wesens zwischen Spießertum und Anarchie. Das Besondere an seinen Sketchen ist seine genaue Beobachtungsgabe: Was er formuliert, kann man jeden Tag in der S-Bahn zwischen Hackerbrücke und Pasing hören. "Wir brauchen in Bayern keine Opposition - wir haben schon eine Demokratie!", ruft er aus. Und die zehnminütige Brandrede eines bayerischen Landwirts wider die fortgesetzte Naturzerstörung beschließt er mit den Worten: "Da muss doch endlich einmal etwas passieren! Und das ist der Grund - und deswegen wähle ich auch dieses Mal wieder die CSU!" (taz)
 
"Wenn ein Hamburger Nachrichten-Magazin einen Preußen beauftragt, über einen Bayern und sein Buch zu schreiben, muß es sich um ein Ereignis von überregionaler Größe handeln. In der Tat: Polt ist ein Ereignis."
Loriot im Spiegel
 
 
GERHARD POLT & BIERMÖSL BLOSN
 
Christoph, Hans und Michael Well präsentieren seit 1976 als "Biermösl Blosn" bayerische Folklore und Dialekt auf eine besondere subversive Art. Sie verbinden ursprüngliche bayerische Volksmusik mit bissigen satirisch - politischen Texten. 1982 lernten sie Gerhard Polt kennen, mit dem sie seitdem eng zusammenarbeiten.
 
Die Prix-Pantheon - Jury schrieb 1997:
"Die Biermösl Blosn erhalten den Sonderpreis 'Reif & Bekloppt', weil sie uns angesichts solcher Folklore - Verlogenheiten wie Musikantenstadl und Volkstümliche Hitparade aus dem Tal der Verzweiflung führen und beweisen:
 
Nicht jede Familie muss zwangsläufig als Kelly Familie enden."
 
Frankfurter Rundschau vom 27.3.2003: "Eine Sternstunde bajuwarisch-subversiver Politik-, Nonsens- und Traditionspoesie. In der schwärzesten Nacht funkeln die hellsten Lichter. Wo die tumbeste Borniertheit thront, blühen zugleich auch die rabiatesten Demokratiegeister. So lange es Gerhard Polt und die Biermösl Blosn gibt, ist Bayern noch nicht verloren."